Stroke – Oder wie ich herausfand, dass ich ein großes Haus brauche

Anhang 3 (1)

Was? Stroke
Wann? 08.05.2016
Wo? Praterinsel – München ♦

 

Am Sonntag war ich zusammen mit meinem kleinen Bruder auf der Stroke. Das Erste, was mir auffiel als wir an der Praterinsel ankamen, war die geringe Menge an Besuchern. Wenn dort ein Event stattfindet, kann man eigentlich davon ausgehen, das es gut wird und dementsprechend auch jede menge Leute da sein werden. Doch dieses Mal war das nicht der Fall. Auf dem großen Innenhof der ehemaligen Spirituosenfabrik standen wie üblich ein paar äußerst hippe (lässt sich ‚Hipster auch als Adjektiv verwenden? Falls ja, ist dies hier ebenfalls passend), meist vegan, aber immer ökologisch vertretbare Foodtrucks. Dazwischen tummelten sich allerdings ungewöhnlich wenig Menschen. Gut, leer war es jetzt auch nicht, aber sagen wir, angenehm ruhig.

Als erstes besichtigten wir den Rundgang durch die Halle D. Der erste (je nachdem von welcher Seite man den Rundgang begonnen hat) große Stand dort gehörte dem Kunsthandel ‚Boesner‘, der hauptsächlich kunstvolle Puzzles und Künstlerbedarf verkaufte. Weiter ging es in die Tiefen des Hauses 3, wo unter anderem die Tape-Künstler ‚Klebebande‚, sowie die Gallerie ‚Ponyhof Artclub‘ und die Kalligraphie & Graffiti Künstler ‚Calligraffiti Ambassadors‘ ihre Werke ausstellten. Nachdem man das Haus 3
über eine windige Feuerleiter verlassen hatte,  folgte man dem Rundgang entlang großer (Behelfs-) Leinwände, die von verschiedenen Künstlern bemalt/ besprüht/ beklebt worden waren, oder in Live-Painting gerade gestaltet wurden. Nach ein paar Metern an der frischen Luft ging es zurück in Haus 3, diesmal ins Erdgeschoss. Dort fand man die beiden in München ansässigen Tattoostudios ‚Kleine Welt‘ und ‚Farbenpracht‘. Beide sind mit schwerem Gerät angerückt und haben auf Wunsch direkt vor Ort tätowiert. Beim Stand von Farbenpracht, der entgegen seines Namens zum größten Teil in Schwarz-Weiß gehalten war, konnten Mutige auch ein Glücksrad über das Motiv entscheiden lassen. Im nächsten Raum warteten dann größten Teils Kleidung von ‚Unimoden‚, oder ‚Fellherz‘.

Anhang 1
‚You can’t go back again‘ von Jonas Ihlenfeldt/ BOND TRULUV, zu finden bei der Agentur JAHN-Artists

Nachdem wir den Rundgang der D Halle beendet hatten, ging es rüber in die Füllhalle und das Zollgewölbe, wo sich die Hallen A und B befanden. Dort fand man unter anderem die ‚Artscouting Gallery‘ mit COARSE, sowie die Kunstagentur JAHN-Artists, bei der mein absolutes Lieblingsbild der Ausstellung hing.

Auch die Münchner Skulpturenkünstler Leo Slawik und Rian What, die zusammen CRU:ZFX sind, waren mit ihrer eigenen Interpretation des Münchner Kindls dabei.

In der Halle E, der Orangerie, gab es eine große Auswahl an Literatur rund ums Thema Kunst. Vom Kunstratgeber bis hin zum Ausmalbuch war dort alles zu finden.

Mein Fazit des Tages: Wenn ich mal ein bisschen älter bin, habe ich hoffentlich genug Geld und Platz an den Wänden um solche Veranstaltungen nicht mit Wehmut verlassen zu müssen. Preislich war zwar alles dabei, aber es ging dann doch recht schnell in den Tausenderbereich und den kann man sich als Azubi einfach nicht leisten. Aber hingehen lohnt sich (beim nächsten Mal) auf jeden Fall! Man kann das ein oder andere nette Gespräch mit den Künstlern führen und bei schönem Wetter seine nackten Füße im warmen Sand des Praterstrands vergraben. Wenn man sich dann danach noch ein Eis gönnt, ist das ein perfekt verbrachter Sonntag.

Wer jetzt ebenfalls Lust auf ein bisschen Kunst bekommen hat, dem kann ich die nächste Stroke im Herbst 2016 empfehlen, oder wem das zu lange dauert, die Art Muc vom 02.-05. Juni 2016.Anhang 2 (1)

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