5 Seconds of Summer – München

Was? 5 Seconds of Summer Konzert
Wann? 16.05.2016
Wo? Olympiahalle – München

Habt ihr euch schon mal gefragt, was wohl passiert, wenn sich vier schlaksige Australier zusammen tun und eine Band gründen um Songcover auf YouTube zu posten? Nun, im Fall von Ashton Irwin, Luke Hemmings, Calum Hood und Michael Clifford, legen sie damit den Grundstein für eine wahnsinns Musikkarriere.

Anfang 2011 gründeten Luke, Calum und Michael die Band 5 Seconds of Summer, kurz 5SOS (bloß nicht ES OH ES aussprechen, das ist quasi eine Todsünde!) und coverten zu Anfang bekannte Songs, die sie dann auf YouTube veröffentlichten. Vor ihrem ersten Auftritt Ende 2011, holten sie den Schlagzeuger Ashton Irwin mit ins Boot. Weltweite Bekanntheit erlangten sie, als zwei Mitglieder der britischen Boyband One Direction auf Twitter einen Link zu ihren Songs posteten. So hatten sie auf Anhieb einen Teil des riesigen Ausnahme-Fandoms  von One Direction in der Tasche. 2013 waren sie sogar Vorband von One Directon bei deren ‚Take Me Home‘ Tour , was ihren Platz im Herzen der One Direction Fans festigte und auch ihre eigene Fanbase vergrößerte. So ist es auch kein Wunder, das sie mit ihrem Debütalbum ‚5 Seconds Of Summer‘ in Australien, Neuseeland und den USA auf Platz eins der Charts landeten. 2014 begleiteten sie One Direction ein weiteres Mal, bevor sie dann 2015 mit ihrer eigenen Tour ‚Rock Out with Your Socks Out‘ nach München kamen (da war ich natürlich auch vor Ort, das konnte ich mir nicht entgehen lassen). Von all den Konzerten die ich bis jetzt gesehen hab, war dieses eine absolute Ausnahme, was die Stimmung betrifft. Kein Wunder also, dass meine Erwartungen an das diesjährige Konzert doch recht hoch waren.

Dieses Jahr waren sie nun am 16. Mai wieder in der Olympiahalle zu Gast. Diesmal mit ihrer aktuellen ‚Sounds Live Feels Live‘ Tour, die an den Titel ihres neuesten Albums ‚Sounds Good Feels Good‘ angelehnt ist.

Pünktlich um halb acht standen eine Freundin und ich vor dem Eingang Ost, wo wir ohne Wartezeit eingelassen wurden. Letztes Jahr hatten wir nicht so viel Glück und mussten eine Weile Anstehen, bevor wir reinkamen. Obwohl es zum Ticketrelease ziemlich chaotisch zuging (Eventim wurde zeitweise sogar lahmgelegt) hatte ich es doch geschafft, meine Lieblingsplätze im Block S zu ergattern. Dort hat man zwar keine frontale Sicht auf die Bühne, aber ist doch näher dran, als sonst wo auf den Rängen.

Don BUm 20 vor acht startete dann die Vorband ‚Don Broco‘, von denen wir allerdings noch nie zuvor etwas gehört hatten. Damit gehörten wir wohl  zur Minderheit, denn als das Licht ausging und die vier Jungs der britischen Rock Band die Bühne betraten, rastete das zu 99% weibliche Publikum aus. Ich war selten so froh über meine Ohrstöpsel, wie auf diesem Konzert. In den nächsten paar Minuten fiel in unserer Hörweite sehr oft das Wort ‚Gott‘, ‚Wahnsinn‘ und natürlich ein äußerst langgezogenes, aufgrund der weiblichen Tonlage auch meist sehr schrilles ‚Aaaaaaaaaaah‘. Wenn man jedem diese Wörter noch eine Fucktrillion Ausrufezeichen anhängt, kann man sich in etwa vorstellen was für ein Ausnahmezustand herrschte. Und das nur bei der Vorband wohlgemerkt. Die nächsten 25 Minuten spielten die Jungs einen Song nach dem anderen. Da wir weder die Band, noch die Songs kannten, machten wir es uns gemütlich und sahen dem ganzen Spektakel etwas entspannter zu, als der Rest der Halle. So verbrachten wir die Zeit also hauptsächlich damit, uns zu fragen, ob der Leadsänger denn nun Leggins trägt, oder ob es für Jungs tatsächlich eine Art Jeggins (Jeans+Leggins) gibt, die so eng anliegt, dass man die Umrisse des Körpers nicht mal mehr erahnen muss, weil man alles sieht.

Nachdem Don Broco die Bühne verlassen hatte, ging es in die Umbaupause. Hier überzeugte mich wie schon im letzten Jahr das einmalige Publikum, welches obwohl die Halle nur zu 2/3 gefüllt war, auch während der Pause einen Heidenspaß hatte. Da wird zu den Überbrückungssongs getanzt und mitgesungen was das Zeug hält, obwohl nicht einmal jemand auf der Bühne steht. Das ist definitiv einer der Gründe, warum das 5SOS Fandom eines meiner liebsten ist. Mit denen hat man einfach immer Spaß! Das gleiche gilt aber auch für die Band selbst.5s

Um 20 vor neun betraten endlich die Jungs die Bühne, auf die die 99% Mädchen, 1% Jungs und vielleicht sogar die 1% der anwesenden Eltern sehnlichst gewartet haben. Der bereits herrschende Ausnahmezustand eskalierte nun komplett. Innerhalb von Sekunden verlässt der Kreischpegel in der Halle den gesunden Bereich und auch der letzte Zuschauer hat sich von seinem Platz erhoben. Mit ‚Carry On‘ und ‚Hey Everybody!‘ ist ihnen ein super Auftakt gelungen und  die nächsten eineinhalb Stunden wird gesungen, getanzt und gefeiert was das Zeug hält. Obwohl die Bühne dieses Jahr ein wenig kleiner war und die Olympiahalle auch nicht ganz gefüllt, so stand das Kontert dem vom letzten Jahr absolut  in nichts nach. Was aber auch kein Wunder ist. Die Jungs von 5 Seconds of Summer haben so einen riesen Spaß an dem was sie machen, das auch der größte Muffel im Publikum nicht die Füße stillhalten kann.

Auch gab es in diesem Jahr wieder eine der berühmten Fan Aktionen. Dabei handelt es sich um eine, meist über Social Media geplante, teilweise auch länderübergreifende Aktion, bei der die Fans z.B. über mehrere Konzerte hinweg einen Satz bilden, indem bei einem bestimmten Song alle Schilder mit dem jeweiligen Satzbaustein hochhalten.

Dieses Jahr wurde beim Song ‚The Girl Who Cried Wolf‘ ein DINA4 Blatt mit dem Text ‚We won’t leave cause you make us […]‘. Für die Klammern wurde dann in jeder Stadt, in der sie auf ihrer Deutschlandtour Halt machten, ein eigenes Konjunktiv eingesetzt.

In München lautete der vollständige Satz dann ‚We won’t ´leave cause you make us happy‘, was so viel bedeutet wie: ‚Wir werden euch nicht verlassen, denn ihr macht uns glücklich‘. Damit spielten die Fans auf die Textzeile ‚Cause I’m not leaving‘ an und zeigen so, dass sie die Band niemals verlassen und immer hinter ihnen stehen werden.

Gegen Ende des Konzertes erzählten die Jungs dann noch, wie sie den Tag in München verbracht haben (natürlich im Biergarten) und dichteten spontan einen kleinen Song, über die ‚Munich Munchkins‘. Nachdem sie als Zugabe die Songs ‚She Looks so perfekt‘ und ‚She’s Kinda Hot‘ spielten, gab es zum Schluss als kleines Schmankerl noch einen T-Shirt Weitwurf von der Bühne aus. Wenn sie neben Musik machen noch was drauf haben, dann ist das definitiv Weitwurf!

Mein Fazit lautet also: Wer kann, geht hin! So eine unvergleichliche Stimmung erlebt ihr auf keinem anderen Konzert! Außerdem sind die Jungs wirklich sympathisch und haben Spaß an dem was sie tun, was für mich einer der größten Sympathiepunkte ist, wenn ich auf einem Konzert bin und merke, das der/ die Künstler das wirklich gerne macht.

Mit etwas Glück sind sie auch nächstes Jahr wieder in der Olympiahalle zu sehen.

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