Holi Festival of Colours™ -Schlammschlacht oder Farbenpracht?

5. Holi Festival of Colours™ – 08.08.2016- Galopprennbahn Riem


Am 08. August waren Luana und ich auf unserem ersten Holi Festival of Colours™. Das fand dieses Jahr zum fünften Mal in Folge in München statt, diesmal auf der Galopprennbahn in München Riem. Weil wir beide nicht so recht wussten,  auf was wir uns da einstellen sollten, hatten wir im Vorfeld bereits Freunde und Bekannte ausgequetscht, die schon einmal dabei waren. Da bekamen wir dann die wildesten Schilderungen zu hören. Von ’schweren Atemproblemen‘, bis hin zu ‚Ich konnte zwar irgendwann nix mehr sehen, aber es war trotzdem mega lustig‘, war so ziemlich alles dabei. Das klang erst mal weniger beruhigend, fanden wir. Nichtsdestotrotz machten wir uns vergangenen Samstag voller Vorfreude auf den Weg zur Galopprennbahn, um uns eine eigene Meinung zu bilden. Um 12:00 Uhr sollte offiziell der Einlass starten und für 15:00 Uhr war der erste Farbcountdown angesetzt. Weil wir am Abend zuvor bereits feiern waren, beschlossen wir, den Tag ganz entspannt anzugehen und uns erst so auf den Weg zu machen, dass wir um halb drei an der Galopprennbahn sein würden.

Als wir uns -tatsächlich um halb drei- dem Gelände nähern, merken wir schnell, dass wir uns mit unserer Planung stark verkalkuliert hätten, wenn wir uns in die reguläre Schlange hätten stellen müssen. Diese zog sich hunderte von Metern um den kompletten Wiesenbereich vor dem Eingang. Arbeitskollegen, die ebenfalls nicht mit solch einem Stau vor dem Einlass gerechnet hatten, erzählten mir später, sie wären ca. zwei Stunden angestanden. Das konnten wir uns zum Glück sparen und waren, nachdem wir die (absolut angebrachten!) Sicherheitskontrollen über uns ergehen lassen hatten, ganz fix auf dem Festivalgelände.

Endlich auf dem Gelände wimmelte es nur so von weiß gekleideten Menschen.

Der tiefe Schlamm kostete so manchem Festivalbesucher die Schuhe  ©Lena Dilger

Der ein oder andere hatte schon eine Ladung Farbe abbekommen aber im Großen und Ganzen waren alle noch recht weiß. Das war ein Punkt, den Luh und ich nicht so ernst genommen hatten. Wir trugen beide kein einziges weißes Kleidungsstück. Klar, wir hatten uns extra alte Sachen angezogen, die man zur Not hinterher auch in die Tonne treten konnte, aber weiß waren die nicht. Das war allerdings nicht weiter schlimm, denn im Laufe des Nachmittags färbten sich auch die Klamotten der anderen Festivalgäste bunt. Das Nächste, das uns auffiel, war der Matsch. Ja sogar noch vor der Hüpfburg und dem Bällebad. Der Schlamm stand teilweise knöchelhoch und war so zäh, das es manchem Besucher die Nikes von den Füßen zog. An dieser Stelle bereuten wir es ein bisschen, dass wir uns zu eitel waren, um mit Gummistiefeln S-Bahn zu fahren. Allerdings waren unsere Schuhe da auch schon dreckig und wir hätten eh nichts mehr daran ändern können. Mittlerweile war es kurz vor drei und somit Zeit für den ersten Farbwurf. Also machten wir uns auf zur Bühne, um uns das Spektakel einmal anzusehen.

Pünktlich um 15:00 Uhr leitete der DJ den ersten gemeinsamen Farbcountdown ein.

Damit wir eine bessere Sicht auf die Farbexplosion hatten, suchten wir uns gerade noch rechtzeitig einen etwas erhöhten Platz, der ein wenig abseits der Tanz- und Wurffläche lag, bevor dann auch schon das gesamte Gelände in einer regenbogenfarbenen Staubwolke verschwand. Die Menge tobt und lacht, ein paar Mutige lassen sich gezielt mit dem gefärbten Maispulver bewerfen, während wir uns erst mal von der kleinen Staubexplosion erholen müssen. Uns verschwimmt die Sicht ein bisschen und beim Atmen kratzt das Pulver im Hals, aber nach wenigen Sekunden und nachdem sich der erste Schreck gelegt hat, ist das auch wieder vorbei und wir freuen uns schon auf den nächsten Countdown in einer Stunde, um uns dann ein wenig mehr ins Geschehen zu wagen. Bis es soweit ist,  beschließen wir ein wenig das restliche Gelände zu erkunden.

 

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Die Cash-Card war der Schlüssel zu sämtlichen Getränken und den Schokofrüchten ©Lena Dilger

Da es sich um ein Cashless Festival, also ein Bargeldloses Festival handelt, stellen wir uns erst einmal in die Schlange, um uns eine Cash-Card zu organisieren. Das ging dann überraschend schnell und Problemlos über die Bühne, sodass wir uns keine fünf Minuten später mit Schokofrüchten und Getränken versorgt, weiter in die Tiefen des Geländes wagen.

Dort entdecken wir dann zu unserer größten Freude eine Hüpfburg und ein Bällebad.

Die Firma Glaceau hat einen eigenen Stand, ganz im Namen des vitaminwater® aufgebaut, wo die Besucher die Möglichkeit hatten, das Getränk zu probieren. Während man das tat, konnte man sich entweder bequem in einen der bereitgestellten Liegestühle fläzen und die Sonne genießen, oder man schüttelte auf der Hüpfburg ein wenig seine Organe durch. Alternativ konnte man auch eine Schlacht auf Leben und Tod im Bällebad ausfechten, oder sich bei einer Runde Twister die Glieder verrenken. Alles in allem sind wir der Meinung; diese Firma hat das Prinzip Marketing und die Bedürfnisse der (hauptsächlich) Mitte Zwanzig Jährigen verstanden! Also an dieser Stelle ein Daumen hoch für den super Werbestand.

Nachdem wir uns noch ein wenig auf besagten Liegestühlen ausgeruht hatten, ging es zurück zur Bühne, um den nächsten Countdown mitzuerleben. Diesmal waren wir darauf vorbereitet und wagten uns schon ein wenig tiefer in die Menge. Waren wir zuvor eher weniger in Kontakt mit den Farben gekommen, legte sich nun auch auf unsere Schultern eine feine Schicht des bunten Pulvers. Obwohl wir zu Beginn doch eher skeptisch waren, so hat uns das Festival letztendlich doch von sich überzeugt und wir verbrachten den Rest des Tages tanzend und feiernd im Farbjungel.

Unser Fazit: Das nächste Mal sind wir ( dann ein wenig besser vorbereitet) wieder dabei!

Wer jetzt sagt er möchte selbst gerne mal (wieder) auf ein Holi Festival, der hat voraussichtlich 2017 wieder die Möglichkeit, in München dabei zu sein.

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Mit Farben trozt man dem Wolkenhimmel  ©Lena Dilger
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