Geek Race – Die moderne live Schnitzeljagd durch München

An meiner letzten Schnitzeljagd nahm ich, wie vermutlich viele von euch, mit ca. 11 auf einem Kindergeburtstag teil. Kein Wunder also, das ich sofort begeistert war, als ich vom ‚Geek Race‘, das am 29.10.2016 in München stattfand, erfahren hab. Alles was ich darüber wusste, war, dass man per WhatsApp, Twitter und Instagram Aufgaben lösen muss, fast wie bei einer ‚typischen‘ Schnitzeljagd eben. Auch wenn ich nicht ganz sicher war, wie das funktionieren soll, so war ich doch von der Idee begeistert. Als ich dann auch noch erfuhr, das wir ein Team-Ticket zur Verfügung gestellt bekommen würden (vielen Dank an das Team von Cookie Labs und Nina von der Netzagenda), war für mich klar: Da sind wir dabei!

1.Schritt: Das richtige Team zusammenstellen

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Unser Team mit meisterhaften ‚Pumpkinfaces‘ ©Richy

Unser Team bestand aus einer wilden Mischung an Geeks, sodass wir einen möglichst breiten Bereich an Wissen abdecken konnten. So hatten wir zum Beispiel Luisa, die absolute Harry Potter, Games und Serien Expertin. Richy, angehender Elektrotechnik Ingenieur und ebenfalls Games Experte. Ein weiteres Team-Mitglied war David, der ein breites Pokemon-Wissen vorweisen kann und wie Richy Elektrotechnik studiert. Lukas, der als absoluter Musik-Kenner und Graphic Novel-Spezialist gilt. Mit mir (Lena) als Manga- und Anime-Expertin, hatten wir schließlich einiges an Fachrichtungen beisammen und fühlten uns gut aufgestellt.

2. Schritt: Alle nötigen Vorbereitungen treffen

Ein paar Tage vor Spielbeginn bekamen wir per Mail ein dreiseitiges Fact-Sheet zugeschickt, indem alles stand, das wir zur Vorbereitung auf das Geek Race am Samstag brauchen würden.
Da wären z. B.:

  • unser Teamname: Fedora Explorers
  • die Hashtags, die wir für all unsere Posts verwenden sollten
  • die Handynummer unseres Geek Race Chanels, also unser Aufgabensteller
  • eine WhatsApp Gruppe mit dem Namen ‚Fedora Explorers‘ und unserem Chanel
  • Verpflegung für den Tag
  • voll geladene Handys, sowie Zusatz-Akkus
  • Stift und Papier

3. Schritt: Los geht’s!

Nachdem wir alle Vorbereitungen getroffen hatten, ging es los.
Unser Startpunkt war der Item Shop in der Baaderstraße. Dort trafen wir uns (jeder etwas mehr oder weniger pünktlich) um kurz vor eins. Pünktlich um eins kam dann auch schon die erste Nachricht in unserer WhatsApp Gruppe. Professor Ulysses McGuffin warnte uns vor der Invasion des Zombie-Einhorns und bittet uns darum, für ihn die Welt, nein, das ganze Universum zu retten. Doch bevor wir das tun können, müssen wir den Professor erst einmal von unserer Vertrauenswürdigkeit überzeugen und ihm dazu unsere Pumpkinfaces, die Darstellung eines Einhorns -damit er sieht, das wir wissen, welches Tier wir suchen- und unseren geheimen Handschlag zeigen.

Nachdem wir alle drei Beweisfotos auf Instagram festgehalten haben, ging es mit einem Online Quiz weiter, in dem unser Geek-Wissen auf eine harte Probe gestellt wurde. Zum Glück konnten wir mit unserem breiten Fachwissen, so wie einem Diplom im Fach ‚Googeln‘ die Fragen ohne größere Schwierigkeiten beantworten und zur nächsten Aufgabe übergehen. Diese bestand darin, mit einem zuvor festgelegten Team-Token auf die Jagd nach bestimmten Fotomotiven zu gehen. Diese Aufgabe erforderte ebenfalls Köpfchen und musste schnell gelöst werden. So wurde bei uns aus ‚Hamsterrad‘ kurzerhand Pikachu auf einem Rad, um so schnell wie möglich zur nächsten Herausforderung überzugehen. Nach einem kurzen Zwischenstop bei Pizza Hut für ein Stück Pizza auf die Hand, nisteten wir uns für die nächsten drei Stunden beim Globetrotter am Isartor ein (an dieser Stelle einmal vielen Dank an das Globetrotter Team, das uns freundlicherweise bei der ein oder anderen Aufgabe zur Seite stand und sich nicht beschwert hat, obwohl wir unser Lager bei ihnen aufgeschlagen haben :D ).

Von unserem ‚Basislager‘ aus, lösten wir also verschiedenste Herausforderungen, um

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Das Basislager ©Lena

dem Zombie-Einhorn näher zu kommen. So übten wir uns in Zauber-, sowie verschiedensten Kampfkünsten und hielten natürlich alles in Form von Video- und Fotobeweisen fest, die ihr euch auf unserem Instagram Account anschauen könnt.

Jede Stunde gab es dann noch über Twitter eine Art Quizduell, das parallel zu den WhatsApp Aufgaben gelöst werden konnte. Das stellte sich für uns allerdings als extremen Zeitfresser heraus, sodass wir nach dem ersten Quiz nur noch sporadisch mitmachten und uns eher auf unsere Hauptaufgabe, das Einhorntöten, konzentrierten.

Phase II des Spiels, oder wie wir es nennen: Unser Untergang

Für jede gelöste Aufgabe erhielten wir einen Codeschnipsel in Form eines Zahlen und Buchstaben Codes, mit dem wir in Phase II des Spiels, in dem Professor McGuffin dem Feind in die Hände fällt, Rätsel lösen mussten. So wurde die Kommunikation verschlüsselt, um dem Feind keine Informationen zuzuspielen. Hier kamen für uns die ersten ernsthaften Schwierigkeiten: Wie zur Hölle, sollten wir mit unserem Wirrwar an Codeschnipseln bitte eine Zahlenfolge in eine sinnvolle Ortsangabe umwandeln?!

Wir rätselten hin und her, zermarterten uns die Köpfe und probierten die wildesten Lösungsansätze, kamen aber absolut nicht auf ein uns logisch erscheinendes Ergebnis. Letztlich mussten wir McGuffin um Hilfe bitten, damit wir im Spiel weiterkamen. Mit Hilfe des Professors konnten wir uns schließlich auf den Weg zum angegebenen Ort (dem Gärtnerplatz) machen. Da es zu diesem Zeitpunkt bereits halb sechs war und das Spiel offiziell um sechs enden sollte, gingen wir eigentlich davon aus, mit dem Gärtnerplatz endlich unser Ziel erreicht zu haben. Aber: Pustekuchen, dann ging es erst richtig los! Wir mussten einen Zahlencode nach dem Anderen entschlüsseln und das, obwohl bei uns allen langsam die Motivation gegen Null ging. Wir hatten Hunger, waren müde, allgemein ging die Rechenleistung unserer grauen Zellen dem Ende zu und dieses blöde Einhorn war IMMER NOCH NICHT besiegt. Als es dann um viertel nach sechs irgendwann hieß, ’nur‘ noch sechs weitere Aufgaben bis zum Ende des Spiels waren wir wirklich kurz davor unsere Handys gegen die nächstbeste Wand zu werfen. Aber da das Wort ‚Aufgeben‘ nicht in unserem Wortschatz zu finden ist, kämpften wir natürlich tapfer weiter, bis es um halb sieben schließlich hieß: GAME OVER!

Nachdem es uns nicht möglich war, bis dahin alle Aufgaben zu lösen, machten wir uns hungrig und frustriert auf den Weg nach Hause. Jetzt, mit einem Tag Abstand, ist das Geek Race für uns doch deutlich lustiger gewesen, wie wir es am Samstagabend fanden, deswegen hier nun unser Fazit:

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Eine kleine Laserschwert-Panne kann jedem mal passieren! ©Luisa

Das Geek Race ist ein durchaus lustiger Zeitvertreib und ein Event, das man als Vollblut-Geek mal mitgemacht haben sollte, aber es zieht sich. Die schwierigen Aufgaben, für die man wirklich Köpfchen braucht, kamen erst gegen Ende des Spielverlaufes, wenn man eigentlich nur noch das Ziel erreichen möchte. Man muss sich wirklich gut vorbereiten und darf sich, nicht so wie wir, am Anfang des Spiels zu sehr an der perfekten Erfüllung der Aufgaben aufhängen, sonst fehlt einem gegen Ende hin einfach die Zeit und die Motivation. Das eigentliche Spielende war für 18:00 Uhr angesetzt, dass das erste Team erst gegen 18:30 Uhr mit den Aufgaben fertig war, zeigte uns wenigstens, das wir nicht die einzigen waren, denen das angesetzte Zeitfenster nicht reichte.

Beim nächsten Mal sind wir gerne wieder dabei, würden uns aber wünschen, das die Veranstalter vielleicht ein wenig mit den Aufgaben abspecken,dass das Spiel wirklich pünktlich endet und dass der Professor seine Schützlinge nicht zu lange auf Nachrichten warten lässt, wenn es um neue Aufgaben geht, denn das killt auch ordentlich Zeit. Ansonsten Thumbs Up für die lustige Spielidee!

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Nach dem Spiel sind wir alle mit unseren Kräften am Ende und freuen uns auf was zu Essen! ©Lukas
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